Donzen

Musik als Therapie

 
Ein Jeder steht Tag ein Tag aus vor einem nahezu unüberwindbaren Berg aus Problemen und Herausforderungen, für die es eine Lösung zu suchen gilt. Der Bochumer Donzen suchte das passende Werkzeug zum Erklimmen dieser Berge regelmäßig auf dem Grund von Schnapsflaschen. Nur, um in der Reflektion der zurückgebliebenen Flüssigkeit zu erkennen, dass der Berg noch ein Stück größer geworden war. Einige Jahre geisterte Er so ziellos durch sein Leben, wechselte Freundeskreise und Arbeitsstellen regelmäßig, ohne Halt zu finden.

 

Irgendwann machte es Klick, Donzen entsagte dem Alkohol, begab sich selbst in Suchttherapie und setzte sich dort intensiv mit der Wirkung des Alkohols auf seinen Körper auseinander, bis er diesen schließlich komplett hinter sich ließ. Die Musik war in diesen schweren Phasen stets an Donzens Seite und begleitete ihn auch nach seinem erfolgreichen Entzug.

 

Die Ehrlichkeit eines Betrunkenen hat Donzen sich bewahrt, das Lossagen von bewusstseinserweiternden Substanzen merkt man seiner Musik dennoch an. Sie wirkt befreiter, positiver, allerdings ohne den Dreck zwischen den Zeilen verloren zu haben, der Donzen so authentisch macht. Die meist gnadenlos ehrlichen Inhalte legt er auf auf abwechselnd melodischen, minimalistischen Instrumentals, die dennoch stets einen unverwechselbaren Charakter besitzen. Nachdem so vielen durchgangenen Tälern wird es Zeit, dass Donzen einer besseren Zukunft entgegenblicken kann

 

 

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