Fucking Freddy

Rap aus Wut

 

Das Leben hält für jeden Menschen einige Schicksalsschläge bereit, ohne, dass diese sich in irgendeiner Form vermeiden lassen. Bei einigen schlägt das Leben allerdings deutlich härter zu als bei anderen. Der aus dem beschaulichen Würzburg stammende Fucking Freddy musste einen besonders harten rechten Haken verdauen. So nahm das Schicksal ihm im Alter von 12 seinen Vater und damit seine einzige Bezugsperson. Freddys Familie erholte sich nie von dieser Tragödie und brach in der Folge völlig auseinander.

 

Dem Vater beraubt und gefangen in einer zerfallenden Familie, flüchtet sich Freddy in den Schnaps und beginnt bereits in jungen Jahren exzessiv zu trinken, um aus seinem bitteren Hass auf die Welt heraus, sich selbst zu zerstören. In dieser düsteren Phase seine Lebens widmet sich der junge Würzburger inspiriert vom Eminem dem Sprechgesang und tobte sich zuerst recht erfolgreich innerhalb einiger Battleformate aus, bevor er begann sein Schicksal innerhalb persönlicher Songs zu verarbeiten.

 

Die dabei entstandenen Werke triefen vor Hass und stinken nach Alkohol, was der Musik ein unglaubliches Maß an Authentizität verleiht. Freddy transportiert Emotionen wie kaum ein anderer. Ihm gelingt es, auf den düsteren Beats seines Hausproduzenten Dezz Bilder zu erzeugen, die sich in das Gedächtnis des Hörers einbrennen wie sich der Schnaps in die mittlerweile kratzigen Stimmbänder des Franken gebrannt.